Autor – Flavio Niederhauser / Geschäftsführer CDC

Das Buzzword Content Marketing hat sich in den letzten Jahren zu einem etablierten Fachbegriff im Online Marketing etabliert. Dabei wird es immer schwieriger, sich von den Mitbewerbern zu differenzieren. Mit den nachfolgenden fünf P’s wird eine nachhaltige Content-Marketing-Strategie entwickelt.

Planen – Die Basis für den Content legen die Ideen. Das Ziel muss sein, dass eine Content-Welt über einen längeren Zeitraum erarbeitet wird. Aber wie kommt man auf eine attraktive, relevante und differenzierende Content-Welt? Hier ein paar Fragen, die als Hilfestellung dienen:

– Was will ich mit meinem Content erreichen?
– Welche Bedürfnisse, Erwartungen haben meine Zielgruppen?
– Was für einen Mehrwert bietet der Content für meine Zielgruppen?
– Welchen USP, UAP hat mein Produkt oder meine Dienstleistung?
– Was unterscheidet mich von meinen Mitbewerbern?

Produzieren – Nun kommt die Königsdisziplin: Content zu entwickeln. Dieser Schritt entscheidet auch, wie erfolgreich das Content Marketing sein wird. Hier müssen diverse Aspekte beachtet werden:

– Klare Branding-Guidelines definieren
– Verständliche Botschaften ausarbeiten
– Mehrwert für Zielgruppen generieren
– Differenzierenden Content entwickeln
– Auf Kreativität setzen

Dabei müssen die einzelnen Content Arten (Video, Bild, Text, Audio) in ihrer Vielfalt differenziert eingesetzt werden. Durch die Variation der einzelnen Content-Arten können wirkungsvolle Impulse gesetzt werden.

Publizieren – Damit es bei der Publikation vom Content keine Konfusion gibt, ist es empfehlenswert einen Redaktionsplan zu erstellen – wann, welcher Content publiziert wird. Durch diese Planung können auf gewisse Saisonalitäten oder spezielle Ereignisse spezifische eingegangen werden. Es gibt diverse Möglichkeiten, seinen Content zu streuen: Website, Newsletter, Social Media, Partner, Medien, Influencer, usw. Der perfekte Weg gibt es nicht, weil gewisser Content besser auf Social Media läuft als in einem Newsletter. Ausprobieren und nachjustieren lautet hier die Devise.

Promoten – Der entwickelte Content kann mit einem definierten Werbebudget spezifisch promotet werden. Folglich können zielgerichtet potenzielle Neukunden angesprochen werden. Hier sind ganz klar die Ads auf den einzelnen Social-Media-Plattformen zu erwähnen – LinkedIn, Xing für B2B-Kunden, Instagram und Facebook für B2C-Kunden.

Prüfen – Durch die laufenden Analysen können Optimierungen vorgenommen werden.  Dabei sind folgende zentrale Fragen zu beantworten:

– Welche Inhalte kommen gut? Warum?
– Welche Inhalte kommen nicht gut? Warum?
– Welche Content-Art kommt gut an?
– Welche Kanäle bringen starken Traffic auf die Website?
– Mit welchem Content erzielen wir die höchste Conversion?

Auch hier sind die Fragestellungen nicht abschliessend. Bereits bei der Planung sollte man wissen, wie die einzelnen Content-Welten getrackt werden. Als Reporting-Tools eigenen sich in erster Linie Google Analytics, Statisten auf den einzelnen Social-Media-Plattformen, Newsletter-Reporting, etc.

Ein erfolgreiches Content Marketing wird durch die laufenden Analysen inkl. Optimierungen nachhaltig umgesetzt. Dabei ist eine differenzierende, relevante sowie attraktiv Content-Welt, die auf die Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppen entwickelt wird, der entscheidende Erfolgsfaktor.

Der Experte nimmt Stellung

Content Marketing nachhaltig zu entwickeln ist harte Knochenarbeit. Aber wenn regelmässig Content produziert und gezielt für die Zielgruppen aufbereitet wird, ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil vorhanden. Dabei ist es essenziell, die eigenen Mitarbeitenden in die Content-Produktion einzubinden.

 

Dieser Artikel erschien in der UnternehmerZeitung 

Rotkreuz, 14. März 2019. – Nichts wird unsere Welt so verändern wie die digitale Transformation. Auch Schweizer KMU sind von den umwälzenden Veränderungen betroffen und sollten sich fit dafür machen. Der DigiBarometer, 2018 erstmals durchgeführt von der Beratungsplattform Chief Digital Community (CDC) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern – Informatik, zeigt den grossen Nachholbedarf auf. Zwar sehen 97 Prozent der KMU die digitale Transformation als Chance, aber erst 20 Prozent beschreiten diesen Weg bisher erfolgreich.

Menschen, Märkte und Gesellschaft werden sich grundlegend wandeln. Neue Technologien zwingen Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle radikal neu zu denken und bieten enorme Wachstumschancen. Diese Chancen aber sollen von den Unternehmen auch genutzt werden können. Die Bewältigung der digitalen Transformation bedeutet in direkter Konsequenz eine gewaltige Anstrengung gerade bei bestehenden Unternehmen. Altbewährte Denkmuster und Strukturen müssen durchbrochen, neue Vorgehensweisen und Geschäftsmodelle entwickelt werden. Der Innovations- und Veränderungsdruck wird zu einer kontinuierlichen Herausforderung – auch für Schweizer KMU.

Vor diesem Hintergrund führte die Chief Digital Community (CDC) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern – Informatik im Jahr 2018 zum ersten Mal den DigiBarometer durch, um die Situation der Schweizer KMU in Bezug auf die digitale Transformation zu erheben. Mittels dieser Umfrage konnten wichtige Erkenntnisse zur Situation der Schweizer KMU in der zunehmend digitalisierten Welt gewonnen werden, womit eine stärkere Sensibilisierung erwirkt werden soll.

  • 97 Prozent sehen die digitale Transformation als Chance.
  • 20 Prozent sind in der digitalen Transformation erfolgreich unterwegs, 68 Prozent teilweise erfolgreich.
  • 70 Prozent haben die digitale Transformation in der Unternehmensstrategie verankert, 13 Prozent planen dies ebenfalls.
  • 49 Prozent verfügen intern über ausreichend Know-how, bei 29 Prozent ist dies noch nicht der Fall.
  • 56 Prozent geben zur Ansiedlung der Expertinnen und Experten für die digitale Transformation innerhalb der Unternehmensstruktur keine Antwort. 24 Prozent nennen dazu die Geschäftsleitung.
  • 49 Prozent statuieren, dass sie intern über zu wenig Ressourcen für die digitale Transformation verfügen.
  • 46 Prozent nennen Produkte und Dienstleistungen als Reaktionsbereich der digitalen Transformation.

28 Prozent antworten, ihr Verwaltungsrat verfüge über ein hohes Wissen, weitere 8 Prozent beurteilen dieses gar als sehr hoch. Dem gegenüber stehen 38 Prozent, die ihrem Verwaltungsrat tiefes oder sehr tiefes Wissen statuieren.

Download der Studie hier klicken (DigiBarometer 2018). 

 

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